Neues Gesetz

Steuerabzug von Bauleistungen

13. Dezember 2016

Im Rahmen von Betriebsprüfungen erfolgt derzeit verstärkt eine Überprüfung der ordnungsgemäßen Anmeldung und Abführung von Bauabzugssteuern. Nicht nur Unternehmen in der Baubranche sind hiervon betroffen. Die Problematik betrifft alle Unternehmer (auch Kleinunternehmer), die beabsichtigen, Bauleistungen für ihr Unternehmen im Inland durchführen zu lassen.

 

Vom Steuerabzug sind jedoch nur Bauleistungen betroffen. Dies sind alle Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen. Auch sogenannte Nebenleistungen, die an und für sich keine Bauleistung darstellen, teilen das Schicksal der den Vertrag prägenden Hauptleistung und unterliegen dem Steuerabzug.

 

Der Steuerabzug beträgt 15 % der Gegenleistung (alle Zahlungen, die an den Leistenden erbracht werden, auch Vorauszahlungen) und ist für Rechnung des die Bauleistung erbringenden Unternehmens, durch den Leistungsempfänger, vorzunehmen, sofern keine vom zuständigen Finanzamt ausgestellte Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG des leistenden Unternehmers vorliegt.

 

Ein Steuerabzug muss durch den Leistungsempfänger nicht vorgenommen werden, wenn die an den jeweiligen Auftragnehmer (Leistenden) zu erbringende Gegenleistung im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 5.000,00 € nicht übersteigen wird.

 

Sollten sich Ihrerseits Rückfragen zu dem Thema Bauabzugssteuer ergeben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.



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