Vortrag

Umsatzsteuervoranmeldungen – bald auch viele kleinere Unternehmen betroffen!

26. Februar 2019

Es ist nur eine kleine Änderung im Umsatzsteuer-Anwendungserlass, die es aber in sich hat. Wer bislang keine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben musste, könnte bald dazu verpflichtet werden.
Die Finanzverwaltung hat Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass zum 31.12.2018 bekannt gegeben.

 

Abschnitt 18.2 Abs. 2 Satz 3 UStAE

Hat die Steuerzahllast des Unternehmers im Vorjahr nicht mehr als 1.000 EUR betragen, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Abgabe quartalsweiser Voranmeldungen befreien.

 

Die Finanzverwaltung ändert jetzt die dazu im UStAE vertretene Auffassung. Die Genehmigung unterbleibt u. a. jetzt in den Fällen des § 18 Abs. 4a UStG. Dieser regelt die Verpflichtung von Unternehmern auch Voranmeldungen abzugeben, wenn sie Umsatzsteuer nur aus innergemeinschaftlichen Erwerben (§ 1 Abs. 1 Nr. 5 UStG), nach dem Reverse-Charge-Verfahren (§ 13b UStG), als Fahrzeuglieferer (§ 2a UStG) oder als letzter Abnehmer eines innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts (§ 25b Abs. 2 UStG) schulden.

 

Dies bedeutet, dass insbesondere Unternehmer (z. B. auch Kleinunternehmer), denen eine USt-IdNr. erteilt worden ist, jetzt zur Abgabe von quartalsweisen Voranmeldungen aufgefordert werden können bzw. auch, wenn kein ausdrückliches Befreiungsschreiben zur jährlichen Abgabe einer Umsatzsteuererklärung vorliegt, zur Abgabe von quartalsweisen Voranmeldungen verpflichtet sind.

 

Quelle: u. a. Haufe-Datenbank, NWB-Datenbank



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